Integrierte Bauten mit Ambition
Hangar One – Neubau Lufthansa Konferenz- und Besucherzentrum am Flughafen Frankfurt / Multifunktionaler Wohnungsbau am Güterplatz in Frankfurt
Die AS+P Albert Speer + Partner GmbH – kurz AS+P genannt – entwickelt seit sechs Jahrzehnten vom Standort Frankfurt am Main aus integrierte Lösungen für Architektur, Stadtplanung und Mobilität in ganz Deutschland und international.
AS+P zählt zu den international renommiertesten Planungsbüros und wird jährlich als „Strongest Brand Architects Germany“ ausgezeichnet. Mit Hauptsitz in Frankfurt und einer engen Verankerung in der Metropolregion Rhein-Main entwickelt AS+P komplexe Projekte an der Schnittstelle von Architektur und Stadt – von großmaßstäblichen Masterplänen bis zum architektonischen Detail. Gestalterische Qualität wird dabei konsequent mit strategischem Denken und langfristiger Verantwortung für den gebauten Raum verbunden.
Planung versteht AS+P als dynamischen, interdisziplinären Prozess, der insbesondere in komplexen, polyzentrischen Räumen unterschiedliche Maßstäbe, Nutzungen und Anforderungen präzise miteinander verknüpft. Dies erfolgt stets in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Auftraggeberinnen und Auftraggebern.
Ein zentraler Fokus der Arbeit liegt auf Transformationsprozessen in urbanen und infrastrukturellen Kontexten. Bestehende Strukturen werden analysiert, weiterentwickelt und in neue funktionale, räumliche und soziale Zusammenhänge überführt. Aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaanpassung, Ressourceneffizienz und Mobilität bilden eine zentrale Grundlage.
Die Arbeit von AS+P ist geprägt von einem integralen Planungsverständnis. Architektur wird als Teil eines umfassenden räumlichen, funktionalen und gesellschaftlichen Zusammenhangs verstanden. Mit der Entwicklung resilienter Stadträume entstehen Lösungen für zentrale Zukunftsfragen wie Klimaanpassung, Mobilitätswandel und demografische Veränderungen, die sowohl planerisch als auch baulich tragfähig umgesetzt werden und unter den komplexen Rahmenbedingungen metropolitaner Regionen eine hohe Realisierungs- und
Investitionssicherheit gewährleisten. Robuste, flexible und identitätsstiftende Orte überzeugen dabei nicht nur in der Nutzung, sondern tragen langfristig zur Qualität und Nachhaltigkeit ihres städtebau-
lichen Umfelds bei.
Der interdisziplinäre Ansatz von AS+P vereint Architektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Mobilität in einem Team aus über 220 Mitarbeitenden aus mehr als 25 Nationen. Diese Vielfalt an Perspektiven, verbunden mit jahrzehntelanger Erfahrung und internationaler Projektpraxis sowie einer langjährigen Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Auftraggebern der Metropolregion Rhein-Main, bildet die Grundlage für zukunftsorientierte, nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Planungslösungen.
BESUCHERZENTRUM HANGAR ONE, FLUGHAFEN FRANKFURT
Mit dem neuen Besucherzentrum Hangar One eröffnet die Lufthansa Group Immobilien GmbH (LHG) am Flughafen Frankfurt ein neues Konferenz-, Veranstaltungs- und Besucherzentrum in unmittelbarer Nähe des Lufthansa Aviation Center. Der lichte Neubau im Stil eines Flugzeughangars schafft einen identitätsstiftenden Ort, an dem Unternehmensgeschichte, Marke und Zukunftsthemen der Luftfahrt zusammengeführt werden. Zugleich dient das Gebäude als vielseitig nutzbare Plattform für Mitarbeitende, Geschäftspartner und Gäste. 2022 beauftragte die Lufthansa Group das Büro AS+P mit der Generalplanung (LPH 1 – 7) des rund 7.000 m² (BGF) großen Neubaus. Im Sommer 2026 sollen die Tore für Besucher geöffnet werden.
Der architektonische Entwurf von AS+P macht den Pioniergeist und die Expertise der Lufthansa erlebbar und übersetzt sie in ein präg-nantes und funktional klares Gebäude – Architektur als Visitenkarte eines Unternehmens. Mit souveräner Zurückhaltung bietet die Ar-
chitektur den beiden wichtigsten Exponaten eine Bühne. Große Spannweiten, eine ablesbare Tragstruktur und offene Raumfolgen verleihen Hangar One seine luftfahrtassoziierte Anmutung. Sie verbinden repräsentative Wirkung mit hoher Nutzungsflexibilität. Im Zentrum steht eine über 17 m hohe Haupthalle, die als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum für mehrere hundert Personen konzipiert ist. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Konferenz-, Meeting- und Break-out-Bereiche sowie kommunikative Zonen für flexible Eventformate. Umlaufende Ebenen und Galerien ermöglichen differenzierte Blickbeziehungen und sorgen gleichzeitig für klare Orientierung und abwechslungsreiche Raumerlebnisse.
Ein zentrales Element des Entwurfs ist die großformatige, transparente Fassade. Sie macht die innere Nutzung nach außen ablesbar und stärkt die Rolle des Gebäudes als „Schaufenster“ am Standort Flughafen. Zugleich eröffnet sie den Blick in die Halle und inszeniert zwei legendäre Flugzeuge der Lufthansa-Geschichte: die Junkers Ju 52 und die Lockheed L-1649A Super Star. Die Exponate prägen Maßstab, Raumwirkung und Atmosphäre der Halle und machen Luftfahrtgeschichte unmittelbar spürbar.
Die dauerhafte Integration der historischen Exponate war ein wesentlicher Bestandteil der Planung und stellte hohe Anforderungen
an Tragwerksplanung, Konstruktion, Logistik und Bauablauf. Daher
berücksichtigte AS+P die komplizierte Einbringung der Flugzeuge schon frühzeitig im Entwurfs- und Ausführungsprozess und koordinierte die technischen, konstruktiven und organisatorischen Maßnahmen im interdisziplinären Team.
Als Generalplaner verantwortete AS+P die Koordination aller Fachdisziplinen mit dem Ziel, architektonische Qualität, technische Präzision und wirtschaftliche Effizienz in einer integrierten Gesamtlösung zu verbinden. So wurde das Projekt von Beginn an konsequent als BIM-Projekt geführt und damit eine robuste Grundlage für interdisziplinäre Zusammenarbeit, hohe Planungssicherheit und eine effiziente Abstimmung über alle Planungsphasen hinweg geschaffen. Ein anspruchsvoller Zeitrahmen konnte durch etablierte Planungs- und
Abwicklungsprozesse sowie die frühzeitige Einbindung ausführender Unternehmen optimal umgesetzt werden.
Neben der funktionalen und gestalterischen Qualität stand auch ein nachhaltiger und hocheffizienter Gebäudebetrieb im Fokus der Generalplanung. Hierfür entwickelte AS+P ein integrales Energiekonzept, das erneuerbare Energien, wie Photovoltaik, in eine optimierte Gebäudetechnik einbindet. In der Freianlagenplanung von AS+P binden die Außenräume das Gebäude stimmig in die hochwertige, infrastrukturell geprägte Umgebung ein, stärken die Adressbildung und schaffen Aufenthaltsqualität im Kontext des Corporate Campus.
Mit Hangar One hat AS+P einen zukunftsweisenden Ort geschaffen, der Lufthansa-Geschichte und Gegenwart sichtbar macht und zugleich als flexibles Konferenz- und Veranstaltungszentrum den Austausch am Airport Frankfurt am Main stärkt.
Wohnungsbau am Güterplatz, Frankfurt: Urbane Wohnbebauung im Gallusviertel (Areal: 13.700 m²) zwischen Mainzer Landstraße, Güterplatz und Europaallee
Abb.: AS+P Albert Speer + Partner GmbH; Foto: Studio Olaf Becker
MULTIFUNKTIONALER WOHNUNGSBAU AM GÜTERPLATZ, FRANKFURT
Das Wohnungsbauprojekt am Güterplatz in Frankfurt am Main entwickelt sich aus der besonderen städtebaulichen Situation eines hochverdichteten innerstädtischen Standorts am Übergang zwischen Bankenviertel und Europaviertel. Die Entwurfsidee zielt auf die Ausbildung eines klar strukturierten Baukörpers ab, der den Stadtraum fasst und zugleich qualitätsvolle Wohnräume schafft. Das Konzept umfasst eine achtgeschossige Blockrandbebauung mit zwei Hochhausstandorten.
Der räumliche Kontext ist durch großmaßstäbliche Hochhäuser, Verkehrsinfrastruktur und heterogene Nutzungen geprägt. Der Entwurf vermittelt zwischen diesen Maßstäben durch eine präzise gesetzte Baufigur, die sowohl die Raumkante des Platzes stärkt als auch differenzierte Freiräume ausbildet. Der Güterplatz wird als urbaner Knotenpunkt verstanden, dessen räumliche Qualität durch das Projekt gezielt weiterentwickelt wird.
Im Auftrag der ABG FRANKFURT HOLDING entwickelte AS+P 2015 den Masterplan für das rund 13.700 m² große Areal des ehemaligen Güterbahnhofs. Das gesamte Projekt wurde von drei Architekturbüros umgesetzt, wobei AS+P, neben der Gesamtkoordination, für den 2024 fertiggestellten achtgeschossigen Blockrand mit rund 33.000 m² verantwortlich war.
Die 259 Wohnungen – darunter 22 geförderte Einheiten – sind um zwei großzügig begrünte Innenhöfe organisiert. Diese halbprivaten Freiräume dienen als gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche und schaffen eine differenzierte Wohnqualität. Unterschiedliche Wohnungsgrößen von 2- bis 5-Zimmer-Typologien ermöglichen eine soziale Durchmischung innerhalb des Quartiers.
Die adressbildende Erdgeschosszone mit keramischer Fassadenbekleidung sowie die verputzten Obergeschosse in kontrastierenden Farbtönen strukturieren gemeinsam mit klar ablesbaren Risaliten und eingeschnittenen Loggien die Fassade. Diese Gliederung verleiht dem großmaßstäblichen Baukörper eine abwechslungsreiche Erscheinung sowie eine prägnante architektonische Identität. Scharrierte Sichtbetonbrüstungen in den Loggien tragen sowohl zur plastischen Ausformung der Fassade als auch zum baulichen Schallschutz bei und reagieren gezielt auf die verkehrlich geprägte Umgebung.
In der Sockelzone sind neben Wohnnutzungen eine zweizügige Kindertagesstätte sowie Einzelhandelsflächen untergebracht. Diese öffentliche Belegung stärkt die Urbanität des Quartiers. Eine dreigeschossige Tiefgarage organisiert die Erschließung effizient.
Das Gebäude erfüllt einen hohen energetischen Standard und alle Wohnungen verfügen über eine kontrollierte mechanische Lüftung. Damit verbindet das Projekt anspruchsvolle energetische Qualität mit urbaner Dichte und architektonischer Präzision.
Mit seiner klaren Blockrandfigur, der differenzierten Materialität und der funktionalen Durchmischung leistet das Wohngebäude einen nachhaltigen Beitrag zur Transformation des ehemaligen Gewerbeareals in ein urbanes, gemischt genutztes Stadtquartier. Es zeigt exemplarisch, wie qualitätsvoller Wohnungsbau auch unter hoch verdichteten innerstädtischen Bedingungen realisiert werden kann.