Regionaler Beschäftigungsmotor und Schlüsselbranche
Die Bauwirtschaft bildet ein stabiles Fundament für Franken, erreicht jedoch nicht ganz die herausragende wirtschaftliche Bedeutung des dominierenden Verarbeitenden Gewerbes – insbesondere der Automobilzulieferindustrie und des Maschinenbaus – sowie des starken Dienstleistungssektors in der Metropolregion Nürnberg. Dennoch fungiert sie als unverzichtbarer regionaler Beschäftigungsmotor und als Schlüsselbranche für die Infrastruktur- und Stadtentwicklung. Vor allem in den ländlich geprägten Regionen Frankens sichern das Bauhandwerk und mittelständische Bauunternehmen maßgeblich die lokale Wertschöpfung.
Die Bauwirtschaft in Nürnberg und der fränkischen Region befindet sich in den Jahren 2025 und 2026 in einer Phase der schrittweisen Stabilisierung nach einer langjährigen Krise. Während der Wohnungsneubau seine Talsohle offenbar durchschritten hat, bleibt die konjunkturelle Lage aufgrund hoher Baukosten und einer weiterhin restriktiven Kreditvergabe herausfordernd.
Für das Jahr 2026 prognostiziert die IHK Nürnberg für Mittelfranken für die gesamte Branche lediglich einen langsamen Aufschwung, da viele Unternehmen ihre Investitionen aufgrund des anhaltenden Kostendrucks zurückhalten. Ein besonderer regionaler Trend zeigt sich im moderaten Transaktionsvolumen auf dem Nürnberger Immobilienmarkt, das in den Jahren 2025 und 2026 eher eine Seitwärtsbewegung als einen deutlichen Rückgang erkennen lässt. Der Gewerbe- und Wirtschaftsbau in der Metropolregion entwickelt sich dabei uneinheitlich, während sich der öffentliche Hochbau weiterhin als verlässliche Stütze der Auftragsbücher erweist.
Die Konjunkturentwicklung im Freistaat Bayern deutet darauf hin, dass sich die Baubranche bundesweit bei den Bauinvestitionen auf ein leichtes Wachstum einstellen kann. Gleichzeitig belasten der anhaltende Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten sowie komplexe bürokratische Verfahren die heimischen Betriebe weiterhin erheblich. Für das Jahr 2026 bleiben die Aussichten daher zweigeteilt: Wachstumsimpulse werden vor allem durch energetische Modernisierungen, Sanierungsmaßnahmen sowie den Tiefbau erwartet.
Mittelfristig rechnet das Baugewerbe in Franken ab dem Jahr 2027 mit einer zunehmenden Wachstumsdynamik.
Mit dieser Ausgabe haben wir uns die Aufgabe gestellt, anhand ausgewählter Bauprojekte die vielfältige Bandbreite architektonischer Kreativität und intelligenter Lösungskonzepte in der Region aufzuzeigen. „Bauen + Wirtschaft – Architektur der Region im Spiegel: FRANKEN 2026“ ist eine Publikation über die baulichen Aktivitäten in Franken und zugleich ein nützliches Nachschlagewerk. Die vorgestellten Unternehmen sowie die im Branchenverzeichnis „Die Bauspezialisten“ am Ende der Ausgabe aufgeführten Firmen präsentieren sich als leistungsstarke Baupartner, die durch Kompetenz, Flexibilität und Innovationsbereitschaft überzeugen.
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